Epilation: neue EBM-Leistung für Transsexuelle

Epilation: neue EBM-Leistung für Transsexuelle

Ab dem 1.10.2017 wird die Epilation im Gesicht und/oder am Hals sowie an einer Hand und/oder beiden Händen mittels Lasertechnik bei Mann-zu-Frau-Transsexualität eine Kassenleistung. Dies geht aus einem aktuellen Beschluss des Bewertungsausschusses hervor.

Abrechnung: Der EBM-Abschnitt 2.3 (Kleinchirurgische Eingriffe, Allgemeine therapeutische Leistungen) wird um vier neue Gebührenordnungspositionen (GOP) ergänzt. Die entsprechenden Mittel werden zunächst für 24 Monate befristet extrabudgetär (außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung) bereitgestellt.

Epilation Gesicht/Hals:

  • GOP 02325 (88 Punkte/9,18 Euro): Abrechenbar sind die ersten 5 Minuten der Epilation.
  • GOP 02327 (70 Punkte/7,30 Euro) Zuschlag zur obigen GOP für jeweils weitere vollendete 5 Minuten der Epilation.
  • GOP 02325 und der entsprechende Zuschlag sind in Summe je Behandlungstag maximal 20 Minuten (4-mal) und im Krankheitsfall (= ein Jahr) maximal 160 Minuten (32-mal) erlaubt.

Epilation Hand/Hände:

  • GOP 02326 (88 Punkte/9,18 Euro): Abrechenbar sind die ersten 5 Minuten der Epilation
  • GOP 02328 (70 Punkte/7,30 Euro): Zuschlag zur obigen GOP für jeweils weitere vollendete 5 Minuten der Epilation
  • Die GOP 02327 und der entsprechende Zuschlag sind in Summe je Behandlungstag maximal 20 Minuten (4-mal) und im Krankheitsfall (= ein Jahr) maximal 160 Minuten (32-mal) erlaubt.

 

  • Leistungsberechtigte Ärzte: Hautärzte, Chirurgen und Gynäkologen
  • Leistungsvoraussetzung: Bestätigung der medizinischen Indikation zur Durchführung geschlechtsangleichender Maßnahmen bei Transsexualismus (ICD-10-GM: F64.0) im Rahmen einer Begutachtung.

Quelle: http://www.kbv.de/html/1150_30396.php

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