3-D-Druck zunehmend auch für zahnmedizinische Praxen interessant

3-D-Druck zunehmend auch für zahnmedizinische Praxen interessant

Bei der Herstellung zahntechnischer Produkte gewinnen additive Fertigungsverfahren (3-D-Druck) zunehmend an Bedeutung. Neben der Bearbeitung von Kunststoffen und Metallen ist zwischenzeitlich auch die Bearbeitung von Keramik möglich. Die additive Fertigungstechnik zeichnet sich durch immer leistungsfähigere Geräte, qualitativ steigende Ergebnisse sowie vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus.

In den gewerblichen Dentallaboren kommen additive Verfahren bereits verbreitet zum Einsatz: So ersetzen hier beispielsweise additiv hergestellte Modelle zunehmend die arbeitsintensive konventionelle Gussmodellherstellung.

Durch die sinkenden Anschaffungs- und Betriebskosten werden 3-D-Drucker zunehmend auch für Praxislabore niedergelassener Zahnärzte erschwinglich, die somit kostengünstig, schnell und materialsparend zahntechnische Produkte wie Modelle, Kronen oder Brücken, Antiknirsch- und Aufbissschienen, Abformlöffel und Bohrschablonen produzieren können.

Kieferorthopäden ermöglicht der 3-D-Druck u. a. die Herstellung von Zahnkränzen zum Tiefziehen von Alignern bzw. deren direkte additive Herstellung. Basis hierfür sind in der Regel digitale Daten von der Mundsituation des Patienten, gewonnen mittels Intraoralscanner.

In einer von der dentona AG veröffentlichten empirischen Erhebung wurde die konventionelle Herstellung von Kronen- und Brücken, Schienen, Modellguss und Löffeln mit einer CAD/CAM-Fertigung mittels 3-D-Drucker verglichen. Hierbei zeigte sich, dass eine auf Digitaldaten basierte additive Fertigung nicht nur die Herstellungszeit für ein Produkt erheblich kürzt, sondern auch die Stückkosten um durchschnittlich 45% senkt. Im Vergleich zum konventionell gefertigten Teil betrug der Zeitbedarf für die Schienenherstellung nur rund ein Viertel, bei der Löffelherstellung nur rund ein Sechstel. Bei ausschließlicher Schienenfertigung rechnete sich der 3-D-Drucker bereits nach 131 Stück.

Quellen:

 

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