Ambulante Labormedizin: Gesamthonorar sinkt auf 3,8 Mrd. €

Ambulante Labormedizin: Gesamthonorar sinkt auf 3,8 Mrd. €

Die niedergelassenen Fachärzte für Labormedizin erzielten 2024 einen Branchenumsatz von rund 3,8 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahreswert von knapp 4,0 Mrd. € entspricht dies einem Rückgang um 4,7 %. Dies geht aus Zahlen des Atlas Medicus hervor.

Rund 2,2 Mrd. € entfielen 2024 auf GKV-Leistungen und knapp 1,6 Mrd. € auf privatärztliche Leistungen. Damit wurden etwa 59 % des Branchenumsatzes im GKV-Bereich erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2023 ging der GKV-Umsatz um 1,8 % zurück. Auch die Zahl der GKV-Behandlungsfälle war rückläufig: Pro Quartal wurden 2024 rund 18,99 Mio. Fälle abgerechnet und damit 2,5 % weniger als im Vorjahr. Der PKV-Umsatz verringerte sich mit 8,5 % deutlich stärker.

Abb.: Niedergelassene Labormediziner: Umsätze 2024 aus GKV und PKV (Relativbetrachtung)

Abb.: Diagramm zur Zusammensetzung des Umsatzes (nach GKV und PKV) in Prozent der Vertragsärzte der Fachgruppe Labormedizin im Jahr 2024

Quelle: ATLAS MEDICUS

 

Kommentar:

Labormedizinische Leistungen werden in der Regel auf Anforderung anderer Ärzte erbracht und sind nur selten mit einem direkten Patientenkontakt verbunden. Die hohen Fallzahlen sind deshalb nicht unmittelbar mit den Behandlungsfällen patientennaher Fachgruppen vergleichbar. Moderne Labore können große Probenzahlen mithilfe automatisierter Verfahren und leistungsfähiger Analysesysteme bearbeiten. Dadurch entstehen erhebliche Skaleneffekte und ein hoher diagnostischer Durchsatz. Gleichzeitig ist die Leistungserbringung stark auf größere Einrichtungen konzentriert: Ende 2025 gab es bundesweit 57 labormedizinische Einrichtungen mit mindestens fünf Ärzten und damit 15 mehr als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der niedergelassenen Labormediziner lag nach den im Atlas Medicus ausgewiesenen Daten für 2025 bei 1.386, darunter nur 99 Vertragsärzte.

Quelle: ATLAS MEDICUS

Dr. Elisabeth Leonhard
Autor Dr. Elisabeth Leonhard
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