ATLAS MEDICUS® – Zahl der Woche

ATLAS MEDICUS® - Zahl der Woche

1.178 gewerbliche Dentallabore … gab es Anfang 2025 in Bayern. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Atlas Medicus Marktatlas hervor. Damit belegt der Freistaat im bundesweiten Vergleich der KZV-Regionen den ersten Platz. Auf den folgenden Rängen liegen Baden-Württemberg und Nordrhein mit jeweils rund 850 Standorten, gefolgt von Westfalen-Lippe mit etwa 630 Laboren. Insgesamt befinden sich somit rund 55 % aller gewerblichen Dentallabore Deutschlands in den drei Flächenländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Auch bezogen auf die Einwohnerzahl liegt Bayern vorne: Im Schnitt kommen hier etwa 11.400 Einwohner auf ein gewerbliches Dentallabor. Eine ähnliche Dichte weisen nur Nordrhein und Mecklenburg-Vorpommern auf. Am niedrigsten ist die Labordichte in Bremen, wo auf ein Labor etwa 19.200 Einwohner entfallen.

In Deutschland unterscheidet man zwischen gewerblichen Dentallaboren und zahnärztlichen Eigenlaboren (Praxislaboren). Ein gewerbliches Dentallabor ist ein eigenständiger Handwerksbetrieb, der unter Leitung eines Zahntechnikermeisters steht und zahntechnische Leistungen für verschiedene Kunden, also mehrere Zahnarztpraxen, erbringt. Es unterliegt der Handwerksordnung, ist Mitglied der zuständigen Innung und steht im Wettbewerb mit anderen Laboren. Ein Eigenlabor dagegen ist direkt an eine Zahnarztpraxis angegliedert und dient in der Regel ausschließlich der Versorgung der eigenen Patienten. Es ist kein selbstständiges Gewerbe, sondern Teil der zahnärztlichen Praxis. Im Eigenlabor arbeitet der Zahntechniker unter Anleitung bzw. nach Weisung des Zahnarztes, wobei die Verantwortung für den Zahnersatz bei der Praxis liegt. Der überwiegende Teil der zahnärztlichen Eigenlabore wird jedoch ohne angestellte Zahntechniker betrieben.

Quelle: ATLAS MEDICUS

Dr. Elisabeth Leonhard
Autor Dr. Elisabeth Leonhard
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