877.370 € Umsatz … erzielten niedergelassene Nuklearmediziner im Jahr 2024 in Deutschland im Durchschnitt aus GKV- und PKV-Leistungen. Eine Auswertung auf Ebene der KZV-Regionen zeigt jedoch deutliche regionale Disparitäten. So lag der durchschnittliche Umsatz in Baden-Württemberg mit 1.107.035 € bundesweit an der Spitze und damit um 26,18 % über dem Bundesmittel. Demgegenüber verzeichnete die Fachgruppe in Thüringen mit 654.584 € den niedrigsten Wert. Damit erreichten die Umsätze in Baden-Württemberg nahezu das 1,6-Fache des thüringischen Niveaus.
Die regionalen Umsatzunterschiede bei niedergelassenen Nuklearmedizinern sind im Wesentlichen strukturell bedingt. Eine zentrale Rolle spielen die jeweilige Morbiditäts- und Demografiestruktur sowie die Versorgungsdichte: In Regionen mit älterer Bevölkerung und geringerer Facharztdichte entfallen tendenziell mehr Fälle auf einzelne Praxen. Ferner können Überweisungsstrukturen und die Einbindung in spezialisierte Versorgungsnetzwerke (z. B. onkologische Zentren) das Leistungsvolumen maßgeblich beeinflussen. Auch die Leistungsstruktur selbst ist entscheidend, da komplexe Verfahren wie PET/CT deutlich höhere Erlöse generieren als Standarddiagnostik. Ergänzend wirken sich auch unterschiedlich hohe PKV-Anteile sowie regionale Honorarverteilungsmaßstäbe der KVen auf die Umsätze aus.
Quelle: ATLAS MEDICUS