„Ausbildungsoffensive trägt Früchte“: Zahl der neuen Ausbildungsverträge für Zahnmedizinische Fachangestellte deutlich gestiegen

„Ausbildungsoffensive trägt Früchte“: Zahl der neuen Ausbildungsverträge für Zahnmedizinische Fachangestellte deutlich gestiegen

Deutlicher Zuwachs in der Ausbildung – Zahlen im Überblick

Laut der aktuellen Ausgabe des Infodienstes Bundeszahnärztekammer (BZÄK) „Klartext 10/25“ wurden bis zum 30.9.2025 genau 17.396 neue Ausbildungsverträge im Beruf der Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) abgeschlossen. Davon entfallen 15.385 Verträge auf die alten Bundesländer und 2.011 Verträge auf die neuen Bundesländer.
Damit ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein bundesweiter Zuwachs von +7,53 %, davon in den alten Bundesländern ein Plus von +6,97 % und in den neuen Bundesländern sogar +11,97 %.

 

Kommentar:

Ursachen und Hintergründe des Anstiegs

Der deutliche Anstieg bei den abgeschlossenen ZFA-Ausbildungsverträgen lässt sich durch mehrere Faktoren erklären:

  • Die Zahnärzteschaft hat in den vergangenen Jahren verstärkt Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung ergriffen – die BZÄK weist ausdrücklich auf eine bundesweite Azubi-Kampagne hin, die im Januar 2024 startete und weitergeführt wird.
  • Der Beruf der ZFA wird zunehmend attraktiver, nicht zuletzt durch modernisierte Ausbildungs- und Prüfungsregelungen sowie die Ausrichtung auf Digitalisierung, Hygiene und Organisationskompetenz.
  • Die gestiegene Zahl spiegelt auch die wachsende Bedeutung der Zahnmedizinischen Fachangestellten in Zahnarztpraxen wider – insbesondere als Brücke zwischen Behandlung, Verwaltung, Hygiene und Kommunikation.

Bedeutung für die Praxen und den Berufsstand

Für Zahnarztpraxen ist eine stabile Ausbildungssituation ein wichtiger Faktor zur Deckung des Personalbedarfs und zur langfristigen Sicherung der Praxisqualität. Der deutliche Zuwachs bei den neu geschlossenen ZFA-Ausbildungsverträgen ist ein ermutigendes Signal für den zahnärztlichen Berufsstand. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Bedarfs an qualifizierten Praxis-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellt diese Entwicklung eine wichtige Stärkung dar. Dennoch darf die Branche nun nicht in Selbstzufriedenheit verfallen. Schließlich bleibt die Frage, wie viele der abgeschlossenen Verträge tatsächlich bis zum Abschluss geführt werden – Ausbildungserfolg, Verbleib im Beruf und Bindung an die Praxis sind ebenso entscheidend wie der reine Vertragsabschluss.

Quelle: BZÄK (22.10.2025) – Klartext 10/2025

Verena Heinzmann
Autor Verena Heinzmann
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