DAK-Fehlzeitenanalyse: Q3 Krankenstand außergewöhnlich hoch

DAK-Fehlzeitenanalyse: Q3 Krankenstand außergewöhnlich hoch

Im kürzlich abgelaufenen Quartal lag eine für die Jahreszeit untypisch hohe Anzahl an Krankschreibungen vor. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Fehlzeitenanalyse der DAK-Gesundheit, welche die Daten ihrer 2,2 Mio. Versicherten untersuchte. Im Erhebungszeitraum Juli bis September ergeben sich im Durchschnitt 4,3 Krankschreibungstage für jeden der DAK-Versicherten.

Was sind die vorherrschenden Erkrankungen?

Für rund die Hälfte der Fehltage sind Rückenschmerzen, psychische Erkrankungen und normale Erkrankungen der Atemwege verantwortlich. Auf 100 Fehltage je Beschäftigten entfielen:

  • 81 auf Muskel-Skelett-Erkrankungen
  • 70 auf psychische Erkrankungen
  • 66 auf normale Atemwegserkrankungen (Husten, Schnupfen, Bronchitis)
  • lediglich 13 auf Corona-Infektionen

Ein besonders starker und zu dieser Jahreszeit ungewöhnlicher Anstieg entfiel dabei auf die normalen Atemwegserkrankungen, auf die 34% mehr Fehltage entfielen als im zweiten Quartal. Eine Corona-Welle blieb aus, was sich an den 66 bzw. 13 Fehltagen je 100 Beschäftigten an normalen Atemwegserkrankungen bzw. Corona-Infektionen zeigt.

Welchen Einfluss hat das Alter auf die Fehlzeiten?

Im Durchschnitt war rund ein Viertel aller DAK-Versicherten mindestens einmal krankgeschrieben. Deutlich überdurchschnittlich schnitt mit fast einem Drittel die jüngste Altersgruppe der Erwerbstätigen bis 19 Jahre sowie mit 35,6% die weiblichen Erwerbstätigen zwischen 20 und 24 Jahren ab. Die Dauer der Krankschreibung fiel in diesen Altersgruppen mit sechs bis sieben Tagen jedoch wesentlich geringer aus als die im Schnitt 15 Tage bei den 50-Jährigen und mehr als 22 Tage bei den 60-Jährigen.

Zudem lässt die DAK-Analyse Rückschlüsse auf den West-/Ostvergleich zu. Mit 5,5 zu 4,6% fiel der Krankenstand im Osten höher aus als in den im Westen gelegenen Bundesländern.

 

Kommentar:

Die DAK-Gesundheit hat zur Erstellung der Fehlzeitenanalyse das Berliner IGES Institut beauftragt, welches dafür die von Juli bis September eingegangenen Krankmeldungen von rund 2,2 Mio. bei der DAK-Versicherten ausgewertet hat.

Quelle: DAK-Gesundheit – Ungewöhnlich hoher Krankenstand im dritten Quartal 2022

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