Dentalindustrie blickt trotz Ukrainekrieg optimistisch in die Zukunft

Dentalindustrie blickt trotz Ukrainekrieg optimistisch in die Zukunft

Starkes Umsatzwachstum in 2021 beim In- und Auslandsgeschäft

Die Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Dentalindustrie (VDDI) konnten im Jahr 2021 den starken Umsatzeinbruch vom Vorjahr (-13,1%) nicht nur ausgleichen, sondern übertrafen mit einem Gesamtumsatz von 6,197 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,818 Mrd. Euro) das Umsatzvolumen des Vor-Corona-Jahres 2019 (5,545 Mrd. Euro) deutlich. Der Gesamtumsatz der deutschen Dentalbranche stieg in 2021 um +28,6%. Der Auslandsumsatz ist mit +39,5% (Umsatzvolumen: 4,076 Mrd. Euro) wesentlich stärker gewachsen als das Inlandsgeschäft (Umsatzvolumen: 2,121 Mrd. Euro), das in 2021 mit +11,8% deutlich weniger stark zulegte. Vor allem im europäischen Auslandsgeschäft verzeichneten viele Betriebe Zuwächse.

Beschäftigtenzahl bleibt unter dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie

Die Gesamtzahl der in den VDDI-Mitgliedsbetrieben Beschäftigten blieb im Jahr 2021 mit 21.121, trotz Zuwächsen zum Vorjahr von 1,7%, unter dem Niveau von 2019 (21.293). In 2020 hatten die Betriebe durchschnittlich 2% ihres Personals abgebaut.

Positive Umsatzentwicklung für 2022 erwartet

Trotz der noch nicht absehbaren wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs erwarten die Branchenunternehmen für das aktuelle Geschäftsjahr 2022 überwiegend eine positive Umsatzentwicklung. Darauf lassen die Ergebnisse des Konjunkturbarometers für das erste Halbjahr schließen. 53% der befragten Unternehmen rechnen mit höheren Umsätzen im Inland und 59% für das Auslandsgeschäft als im Vorjahreszeitraum.

Positiv stimmt die Branche vor allem die steigende Nachfrage nach hochwertigen Versorgungen im Zusammenhang mit dem insgesamt gestiegenen Gesundheitsbewusstsein.

Kommentar:

Die zu den Gesundheitshandwerken zählenden gewerblichen zahntechnischen Labore stehen wie auch die Zahnärzte in enger Beziehung zur Dentalindustrie. Diese liefert nicht nur die zur Patientenversorgung und Zahntechnikherstellung benötigten Rohstoffe und Materialien, sondern auch sämtliche Labor- bzw. Praxiseinrichtungen sowie die technischen Geräte. Da die Dentalindustrie auch Dentallabore und zahnärztliche Praxislabore, die Teile ihrer Fertigung auslagern, mit CAD/CAM-gefertigten zahntechnischen (Teil-)Produkten beliefert, steht sie auch mit dem Zahntechnik-Handwerk in Konkurrenz.

Quelle: VDDI – Zahlen und Fakten

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