Die Videosprechstunde wächst weiter

Die Videosprechstunde wächst weiter

Die Videosprechstunde ist mittlerweile fester Bestandteil der ambulanten Versorgung. Dies belegen auch die aktuellen Zahlen aus dem Zi-Trendreport 2025. Über alle Fachgruppen hinweg verzeichnete die Videosprechstunde im vergangenen Jahr ein Plus von 17,9 % im Vorjahresvergleich. Dabei wurden mit 3,2 Mio. Videosprechstunden nahezu so viele digitale Sprechstunden abgerechnet, wie zum Höhepunkt der Coronapandemie.

Insbesondere die Hausärzte nutzen diesen digitalen Kommunikationsweg im Versorgungsalltag. Alleine die Hälfte der Videosprechstunden ging auf das Konto der Hausärzte, gefolgt von den Psychotherapeuten mit 33,3 %.

Während bei den Psychotherapeuten in 2025 rückläufige Tendenzen zu erkennen waren, verzeichneten die Hausärzte im vergangenen Jahr ein Plus von rund 21 % im Vergleich mit 2024. Das entspricht rund 1,6 Mio. durchgeführten Videosprechstunden.

 

Kommentar:

Die hohe Nachfrage der Videosprechstunde ist auch Ergebnis der schrittweisen Leistungsausweitung. So können Ärzte und Psychotherapeuten seit dem 2. Quartal 2025 bis zu 50 % ihrer Patienten pro Quartal ausschließlich per Videosprechstunde versorgen. Unabhängig davon, ob es sich um Bestands- und Neupatienten handelt. Zudem beziehen sich die Mengenbegrenzungen nicht mehr auf den einzelnen Behandler, sondern auf die gesamte Praxis, was den Spielraum erweitert. Auch die Nutzergruppe wurde mit der Aufnahme der Nuklearmediziner im April 2025 erweitert. Lediglich Laborärzte, Pathologen und Radiologen sind weiterhin ausgenommen.

Quelle: Zi – Zi-Trendreport 2025: Weiter starker Zuwachs bei Psychotherapie

Stefanie Gorr
Autor Stefanie Gorr
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