Die niedergelassenen Chirurgen in Deutschland erzielten im Jahr 2024 ein Gesamthonorarvolumen von rund 1,483 Mrd. €. Der ausgewiesene Branchenumsatz umfasst dabei die Erlöse aus der Behandlung von GKV- und PKV-Patienten sowie Selbstzahlern, jedoch nicht sonstige Umsätze. Innerhalb des Gesamthonorars entfielen knapp 0,4 Mrd. € auf die private Krankenversicherung (PKV), was gut einem Viertel des Gesamtvolumens entspricht. Die Umsatzerlöse aus der Behandlung von Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beliefen sich hingegen auf etwa 1,085 Mrd. € und stellten damit den größten Anteil dar. Im Gesamtjahr behandelten die an der ambulanten Versorgung teilnehmenden Fachärzte für Chirurgie bundesweit rund 12,33 Mio. GKV-Fälle.
Diese Zahlen basieren auf den aktuellen Atlas Medicus Marktdaten für das Jahr 2024, die zentrale Branchenkennzahlen für die einzelnen human- und zahnmedizinischen Fachgruppen in Deutschland bereitstellen.
Chirurgen im Fachgruppenranking nach Arztzahl und Gesamtumsatz im oberen Mittelfeld
Im Atlas Medicus-Gesamtumsatzranking aller zahn- und humanmedizinischen Fachgruppen belegten die Chirurgen mit Blick auf den Gesamtumsatz Rang 16 von insgesamt 37 Fachrichtungen und positionieren sich damit im oberen Mittelfeld. Auch im Ranking nach der Anzahl der niedergelassenen Ärzte erreichte die Fachgruppe Platz 16.
Abb. Niedergelassene Chirurgen: Umsätze aus GKV und PKV (Relativbetrachtung)

Quelle: ATLAS MEDICUS (2025)
Kommentar:
Niedergelassene Chirurgen übernehmen nicht nur ambulante Operationen, sondern auch die Behandlung von Verletzungen, Wundversorgung sowie die Nachsorge nach stationären Eingriffen und begleiten Patienten häufig über längere Zeiträume.
Zugleich fungieren sie als wichtige Schnittstelle zwischen Hausarzt und Krankenhaus, indem sie Eingriffe vorbereiten, Indikationen stellen und die Weiterbehandlung koordinieren. Im Zuge der zunehmenden Ambulantisierung gewinnt die Fachgruppe aktuell weiter an Bedeutung, da immer mehr Leistungen in den ambulanten Bereich verlagert werden, um stationäre Strukturen zu entlasten.
Quelle: ATLAS MEDICUS