Im Jahr 2024 erwirtschafteten die niedergelassenen Pneumologen in Deutschland ein Honorarvolumen von insgesamt 0,73 Mrd. €. Diese Summe setzte sich aus der Behandlung von gesetzlich und privat Versicherten sowie von Selbstzahlern zusammen. Sonstige Einnahmen, z. B. aus Gutachtertätigkeit, fanden keine Berücksichtigung. Wie aus der Honorarübersicht in Atlas Medicus hervorgeht, stammt der Großteil dieses Branchenumsatzes aus der Versorgung gesetzlich Versicherter. Die Einnahmen aus der gesetzlichen Krankenversicherung beliefen sich auf etwa 0,52 Mrd. € und machten rund 71 % des gesamten Honorarvolumens aus (vgl. Abb.). Hierbei wurden im Gesamtjahr 2024 6,32 Mio. GKV-Fälle abgerechnet. Die Leistungen, die über die private Krankenversicherung (PKV) oder als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) abgerechnet wurden, summierten sich auf knapp 0,21 Mrd. € des Gesamthonorars.
Abb.: Niedergelassene Pneumologen: Umsätze aus GKV und PKV (Relativbetrachtung)

Quelle: ATLAS MEDICUS (2025)
Kommentar:
Pneumologen bzw. Fachärzte für Lungenheilkunde zählen zur Gruppe der Internisten. Sie befassen sich mit der Diagnose, Therapie sowie der Nachsorge von Erkrankungen der Lunge, der Bronchien und der Pleura. Mit rund 850 Ärztinnen und Ärzten handelt es sich um eine vergleichsweise kleine Fachgruppe.
Zu den häufigsten in das Fachgebiet fallenden Erkrankungen zählen Asthma, COPD, Schlafapnoe, Lungenkrebs sowie interstitielle Lungenerkrankungen. Neben der steigenden Prävalenz von Lungenerkrankungen infolge von Umweltfaktoren, Rauchen und der Alterung der Bevölkerung hat auch die COVID-19-Pandemie zu einer erheblichen Zunahme der Nachfrage nach pneumologischen Leistungen beigetragen.
Quelle: ATLAS MEDICUS