GKV-Finanzentwicklung: Defizit im ersten Quartal 2020

GKV-Finanzentwicklung: Defizit im ersten Quartal 2020

Die gesetzlichen Krankenkassen haben das erste Quartal 2020 mit einem Defizit in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro abgeschlossen. Dies geht aus den vorläufigen Finanzergebnissen der Gesetzlichen Krankenversicherung hervor.  Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen mit rund 18,3 Mrd. Euro und durchschnittlich 0,83 Monatsausgaben je Kasse trotzdem noch über der gesetzlichen Mindestreserve von 0,2 Monatsausgaben.

Weitere Details zur Finanzentwicklung 1. Quartal 2020 (Veränderung gegenüber dem Vorjahr):

  • Einnahmen: rund 65,1 Mrd. Euro (+4%); Leistungsausgaben und Verwaltungskosten: rund 66,4 Mrd. Euro (+5,6%)
  • Versichertenzahlen: + ca. 0,2%
  • Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz: 1,0 % (unverändert)
  • Defizite nach Kassenart: Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK): -435 Mio. Euro, Ersatzkassen: -542 Mio. Euro, Betriebskrankenkassen (BKK): -198 Mio. Euro, Innungskrankenkassen (IKK): -99 Mio. Euro, knappschaftliche Krankenversicherung: -58 Mio. Euro, Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK): ausgeglichenes Finanzergebnis
  • Gesundheitsfonds: Rückgang der Liquiditätsreserve von rund 10,2 Mrd. Euro (15.1.2020) auf -3,2 Mrd. Euro;
  • Entwicklung ausgewählter Leistungsbereiche (teilweise auf Basis von Schätzwerten):

Arzneimittel

11,5 %

Krankengeld

11,3 %

Heilmittel

10,3 %

Krankenhausbehandlung

2,6 %

ärztliche Behandlung

4,3 %

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit – Finanzentwicklung der GKV im 1. Quartal 2020

 

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