Grippewelle bleibt in diesem Jahr aus

Grippewelle bleibt in diesem Jahr aus

Die in Deutschland übliche jährliche Grippewelle ist in diesem Jahr ausgeblieben. Die vom Robert Koch-Institut (RKI) kontinuierlich erhobenen Zahlen erfüllen die durch die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) festgelegten Kriterien für eine Grippewelle nicht und liegen deutlich unter jenen der Vorjahre. Laut Influenza Wochenbericht wurden dem RKI nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) seit der 40. Kalenderwoche (KW) 2020 insgesamt 519 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle gemeldet (Stand: KW 15). Damit ist die diesjährige Grippesaison die schwächste seit Beginn der Überwachung der Grippeaktivität im Jahr 1992. In der Kalenderwoche 15 des Vorjahres lagen im Vergleich 184.452 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle vor.

Die Hospitalisierungsrate unter den bislang für die aktuelle Saison gemeldeten Grippefällen liegt bei 41%. Bei 13 Personen ist die Influenzainfektion tödlich verlaufen (zehn Personen waren 60 Jahre und älter). Von den 467 Influenzanachweisen, die einer Typisierung unterzogen wurden, konnten bei 51% Influenza B- und bei 49% Influenza A-Viren als Auslöser identifiziert werden. In der aktuellsten KW 15 (10.4. bis 16.4.2021) gab es insgesamt elf labordiagnostisch bestätigte Influenzainfektionen, von denen fünf hospitalisiert wurden.

Die Konsultationsinzidenz aufgrund akuter Atemwegserkrankungen (ARE) lag bis KW 15 bei ca. 670 Arztbesuchen pro 100.000 Einwohner. Im Zeitraum von KW 9 bis KW 12 gab es einen kontinuierlichen Anstieg der ARE-Aktivität, die nun seit den Osterferien rückläufig ist. Vordergründig registriert wurden bei den ARE in diesem Jahr Rhinoviren, SARS-CoV-2 und humane saisonale Coronaviren.

Quelle: Robert Koch-Institut – Influenza-Wochenbericht

 

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