Hessen: Projekt Medibus bis 2024 verlängert

Hessen: Projekt Medibus bis 2024 verlängert
Das Angebot der mobilen Hausarztpraxis kann, dank einer Förderung von rund 1,4 Mio. Euro seitens des Landes Hessen, im Rahmen des Projektes „Medibus 2.0“ bis zum Jahr 2024 fortgeführt werden. Dies berichtet das Ministerium für Soziales und Integration Hessen. Bereits seit 2018 rollt der Medibus unter der Trägerschaft der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) durch Nordhessen. Ursprünglich war ein Ende des Projektes 2021 geplant.

Erweitertes Leistungsspektrum

Die Ausstattung des Busses entspricht der einer herkömmlichen Hausarztpraxis, einschließlich Wartebereich und einem Labor. Durch den Zuschuss des Landes kann das Angebot für die Kommunen Sontra, Weißenborn, Cornberg, Nentershausen, Herleshausen und deren Nachbarschaft mit erweitertem Leistungsspektrum fortgesetzt werden. Durch eine Kooperation mit der Diakonie Eschwege-Land kann sich die Bevölkerung seit Januar Informationen zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht einholen, sich über Themen in der Pflege beraten lassen oder (psycho-)soziale Beratung in Anspruch nehmen.  

Kommentar:

Innerhalb eines Pilotprojektes der KVH zusammen mit der Deutschen Bahn Regio startete das Projekt „Medibus“ im Juli 2018 zunächst befristet auf zwei Jahre. Mit dem Ziel, die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern und trotz fehlender hausärztlicher Nachwuchsärzte die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung langfristig zu sichern. Mobilen Ärzten bzw. Versorgungslösungen wird in den Versorgungskonzepten der Zukunft eine große Bedeutung zugeschrieben. Mit der fortschreitenden Überalterung der Gesellschaft sind immer mehr Menschen immobil und auf Hausbesuche angewiesen. Quelle: soziales.hessen.de – Förderbescheid für den Medibus 2.0 in Nentershausen übergeben
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