Leicht rückläufiger (Ver-)Kaufspreisfaktor für Steuerkanzleien

Leicht rückläufiger (Ver-)Kaufspreisfaktor für Steuerkanzleien

In der aktuellen Version des Nachfolgebarometers beleuchtet der Kanzleivermittler Jost AG die Entwicklungen im Kanzleimarkt des Jahres 2019. Demnach haben sich sowohl Kaufpreisfaktor als auch die durchschnittliche Zahl an Kaufinteressenten leicht verringert:

  • Der Kaufpreisfaktor (bezogen auf den Umsatz einer Kanzlei) sank von 1,04 auf 0,98 und lag damit das erste Mal seit Start der Erhebungen (5 Jahre) unter dem magischen Wert von 1,0.
  • Die durchschnittliche Zahl an Kaufinteressenten fiel im Vergleich zum Vorjahr ebenso leicht von 5,6 auf 4,8. Das könnte einerseits auf Nachwuchsmangel hindeuten, andererseits ist das auch einem statistischen Effekt geschuldet, der darin begründet liegt, dass bei Zusammenschlüssen von Kanzleien, und es geht der Trend eindeutig in Richtung größere Einheiten, a priori nur ein Kaufinteressent erfasst wird.

Die Dauer einer Transaktion liegt, so das Beratungsunternehmen, bei durchschnittlich 313 Tagen (2018: 322) und verdeutlicht, wie wichtig es ist, frühzeitig mit Nachfolge- bzw. Verkaufsplanungen zu beginnen. Es gilt bereits in den Jahren zuvor (bis zu 10 Jahre!) ‚werterhöhende‘ Maßnahmen zu implementieren bzw. entsprechend zu investieren. An Verkaufsangeboten dürfte zudem auch künftig kein Mangel sein, wenn man die Altersstruktur der Steuerberater betrachtet: drei von zehn Steuerberatern sind bereits jetzt über 60 Jahre alt, ein weiteres Viertel über 50 (zwischen 51 und 60 Jahren).

 

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