Medizinisches Verbrauchsmaterial: Preise auch im 1. Quartal 2026 gestiegen

Medizinisches Verbrauchsmaterial: Preise auch im 1. Quartal 2026 gestiegen

Auch im ersten Quartal 2026 sind die Preise für ärztliches Verbrauchsmaterial beim internationalen (Online-)Versandhändlers für Medizinprodukte Praxisdienst wieder gestiegen, und zwar um 1,25 %. Der Index liegt jetzt bei 103,02 Punkten (vgl. Abb.).

Entwicklung des Preisindex für ärztliches Verbrauchsmaterial: 1. Quartal 2024 bis 1. Quartal 2026

Quelle: PRAXISDIENST (2026)

Preissteigerung in allen Kategorien außer OP-Bedarf/Einmalinstrumente und Sets

Die detaillierte Betrachtung der acht Index-Unterkategorien zeigt, welche Produktegruppen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal Preissteigerungen oder -rückgänge verzeichneten. Folgende Bereiche haben sich verteuert:

  • Laborbedarf (+2,03 Punkte)
  • Schutzkleidung (+1,99 Punkte)
  • Desinfektion (+1,64 Punkte)
  • Infusion & Injektion (+1,63 Punkte)
  • Hygieneartikel/Papierprodukte (+1,27 Punkte)
  • OP-Bedarf/Sonstiges (+1,01 Punkte)
  • Wund- und Verbandstoffe (+0,78 Punkte)

Preissenkungen ergaben sich lediglich bei:

  • OP-Bedarf/Einmalinstrumente und Sets (-0,16 Punkte)

 

Kommentar:

Die Preise für medizinisches Verbrauchsmaterial setzen ihren Aufwärtstrend fort – wenn auch mit leicht abgeschwächter Dynamik. Darauf weist Praxisdienst hin. Haupttreiber sind demnach die Hersteller, die zum Jahreswechsel erneut Preisanpassungen vorgenommen haben.

Nach Einschätzung von Praxisdienst ist das Ende der Entwicklung noch nicht erreicht. Viele Praxen spüren die Auswirkungen bislang nur teilweise, da die Herstellerpreissteigerungen noch nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben wurden und letztere zudem auf Lagerbestände zu früheren Konditionen zurückgreifen konnten. Mit deren Abbau dürfte sich der Kostendruck jedoch deutlich verstärken. Zusätzlich verteuert der schwächere Euro gegenüber dem US-Dollar die Importpreise.

Zudem seien steigende Energie- und Transportkosten bislang noch nicht vollständig eingepreist. Bereits jetzt ziehen die Frachtraten an, während Speditionen und Airlines zusätzliche Zuschläge erheben. Hinzu kommen steigende Rohstoffpreise. Insgesamt deutet laut Praxisdienst vieles darauf hin, dass die Kostenbelastung für Arztpraxen auch im zweiten Quartal weiter zunehmen wird.

Siehe auch News vom 14.1.2026

Quelle: PRAXISDIENST – Preisindex

Karin Pfaff
Autor Karin Pfaff
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