Der Preis für ärztliches Verbrauchsmaterial beim internationalen (Online-)Versandhändler für Medizinprodukte Praxisdienst ist im vierten Quartal 2025 im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 1,75 % gestiegen. Ende 2025 lag der Index damit bei 101,75 Punkten (vgl. Abb.).

Quelle: PRAXISDIENST (2025)
Infusion & Injektion verzeichnet erneut höchste Preissteigerung
Die detaillierte Betrachtung der acht Index-Unterkategorien zeigt, welche Produktegruppen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal Preissteigerungen oder -rückgänge verzeichneten. Folgende Bereiche haben sich verteuert:
- Infusion & Injektion (+3,57 Punkte)
- Hygieneartikel/Papierprodukte (+3,48 Punkte)
- OP-Bedarf/Einmalinstrumente und Sets (+2,97 Punkte)
- Laborbedarf (+2,90 Punkte)
- Schutzkleidung (+1,47 Punkte)
Preissenkungen ergaben sich lediglich bei:
- Desinfektion (-0,15 Punkte)
- OP-Bedarf/sonstige Abdeckungen (-0,13 Punkte)
- Wund- & Verbandmaterial (-0,11 Punkte)
Kommentar:
Nachdem die Beschaffungskosten für medizinisches Verbrauchsmaterial bei niedergelassenen Ärzten seit dem dritten Quartal 2024 kontinuierlich gefallen waren, deutet die Entwicklung Ende 2025 auf eine Trendwende hin. Mit der Erhöhung um 1,75 % verzeichnete der Markt den stärksten Preisanstieg seit fünf Jahren. Laut Praxisdienst liegen die wesentlichen Gründe in der verzögerten Weitergabe der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Kosten aufseiten der Hersteller und Händler. Gleichzeitig scheint der bislang preisdämpfende Effekt eines vorteilhaften US-Dollar-Wechselkurses nicht mehr auszureichen, um diese Kostensteigerungen auszugleichen. Ausgehend von der aktuellen Entwicklung rechnet Praxisdienst für das erste Quartal 2026 mit weiter steigenden Beschaffungskosten. Grund sind die zahlreichen bereits angekündigten Preiserhöhungen der Hersteller und zunehmende Logistikkosten, die unter anderem auf die Anhebung des Mindestlohns zurückgehen.
Siehe auch News vom 24.10.2025
Quelle: PRAXISDIENST – Preisindex