Modellprojekt für frühere Darmkrebsvorsorge in Bayern

Modellprojekt für frühere Darmkrebsvorsorge in Bayern

Ab dem 19. April wird es ein organisiertes Darmkrebsscreening geben. Demzufolge werden künftig alle Männer ab einem Alter von 50 (Männer haben im Vergleich ein höheres Risiko) und alle Frauen ab einem Alter von 55 Jahren u.a. mit einem Einladungsschreiben per Post auf die Vorsorgeuntersuchung für Darmkrebs aufmerksam gemacht.

Jeder zehnte Darmkrebspatient erkrankt jedoch vor seinem 50. Lebensjahr. Aus diesem Grund ermöglicht eine Initiative der Felix Burda Stiftung in Bayern derzeit bis zum März 2020 ein früheres Darmkrebsscreening. Das Modellprojekt „Sprich drüber!“ findet in Kooperation mit den bayerischen Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) statt.

Im Rahmen des Projekts erfolgt eine ausführliche Erhebung der Familienanamnese. Ziel ist, ein mögliches familiäres Risiko früh zu erkennen und den Betroffenen bereits im Alter von 25 bis 49 Jahren die Vorsorgeuntersuchung kostenfrei zu ermöglichen. Damit wird angestrebt, eine Erkrankung durch das Erkennen von noch nicht entarteten Polypen gar nicht erst entstehen zu lassen. Teil des Projektes ist die aktive Ansprache teilnehmender Ärzte auch beim Patientenkontakt aufgrund anderer Beschwerden. Außerdem sorgt eine eigene Werbekampagne für Aufmerksamkeit.

Nach einer erfolgreichen Evaluation soll das Projekt dauerhaft und flächendeckend umgesetzt werden.

Quelle: Darmkrebs.de – Darmkrebs in der Familie? Sprich drüber!

 

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