Im Jahr 2024 erzielten die niedergelassenen Fachärzte für Radiologie in Deutschland ein Honorarvolumen von 3,48 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 5,1[EL1.1] %. Dies geht aus aktuellen Daten des Atlas Medicus hervor.
Mit rund 1,83 Mrd. € entfiel der etwas größere Teil des Gesamtumsatzes auf die gesetzliche Krankenversicherung. Circa 1,65 Mrd. € stammten aus der privaten Krankenversicherung. Niedergelassene Radiologen betreuten pro Quartal etwa 5,22 Mio. Fälle im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Abb. Niedergelassene Radiologen: Umsätze aus GKV und PKV (Relativbetrachtung)

Quelle: ATLAS MEDICUS
Kommentar:
Das Leistungsspektrum der Radiologie reicht von Röntgen, CT und MRT über die Mammografie bis hin zu angiografischen und interventionellen Verfahren. Die vertragsärztliche Tätigkeit erfolgt grundsätzlich auf Überweisung, weshalb stabile Zuweiserbeziehungen, kurze Wartezeiten und eine schnelle Befundübermittlung eine besondere Rolle spielen. Gleichzeitig unterliegen zahlreiche radiologische Leistungen strengen fachlichen und apparativen Qualitätsanforderungen. Hohe Fixkosten für Geräte, Räumlichkeiten, Wartung, IT und Fachpersonal machen eine kontinuierliche Auslastung sowie effiziente Praxisabläufe zu zentralen wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren. Entsprechend stark ist die Fachgruppe durch größere kooperative Einheiten geprägt: Laut KBV arbeiteten 2025 im niedergelassenen Bereich 93,5 % der Radiologen in Berufsausübungsgemeinschaften, Medizinischen Versorgungszentren oder anderen Einrichtungen.
Quellen: