Durch das Tariftreuegesetz ist nicht nur das Gehaltsniveau der Pflegekräfte gestiegen, sondern auch bei den Pflegeauszubildenden ist eine positive Entwicklung der Vergütung zu erkennen. Angehende Pflegekräfte erhalten im ersten Ausbildungsjahr bei öffentlichen Trägern eine durchschnittliche Ausbildungsvergütung in Höhe von 1.491 €. Damit sind die angehenden Pflegekräfte Spitzenreiter in Sachen Ausbildungsverdienst.
Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Dazu wurden die Vergütungen in 20 ausgewählten Tarifbranchen im Ausbildungsjahr 2025/2026 untersucht.
Insgesamt stiegen die tarifgebundenen Ausbildungsgehälter branchenübergreifend im ersten Jahr um 3,9 % im Beobachtungszeitraum, wobei im Bereich der Pflege eine prozentuale Erhöhung um 5,3 % zu verzeichnen war.
Kommentar:
Die vergleichsweise hohe Ausbildungsvergütung in der Pflege setzt sich auch in den folgenden Ausbildungsjahren fort. Laut der Studie erhalten Auszubildende in der Pflege bei Bund und Gemeinden im dritten Ausbildungsjahr durchschnittlich 1.653 € pro Monat. Damit liegt die Pflege auch im letzten Jahr der Ausbildung erneut an der Spitze: In keiner der untersuchten Vergleichsbranchen fiel die Ausbildungsvergütung zu diesem Zeitpunkt höher aus.