Eine fundierte Analyse im Auftrag des VDDI/GFDI der Marktstrukturen der europäischen Dentalbranche in ausgewählten Ländern, die die demografischen, technologischen und regulatorischen Herausforderungen zeigt, die es zu meistern gilt und die mit der Ableitung von Zukunftsszenarien einen weiten Blick nach vorne wirft.
Schließen
Eine fundierte Analyse im Auftrag des VDDI/GFDI der Marktstrukturen der europäischen Dentalbranche in ausgewählten Ländern, die die demografischen, technologischen und regulatorischen Herausforderungen zeigt, die es zu meistern gilt und die mit der Ableitung von Zukunftsszenarien einen weiten Blick nach vorne wirft.
Schließen 
Das “United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (UK)” besteht aus vier Ländern: England, Schottland, Wales (zusammen Großbritannien) und Nordirland. Von den 66,2 Mio. Einwohnern leben knapp 81 % in städtischen Gebieten (Stand: 2018). Für ein so großes Land stellt sich das Marktvolumen von 8,6 Mrd. € im zahnärztlichen Bereich eher bescheiden dar und die unterdurchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 130 € bestätigen die Zurückhaltung der Briten in diesem Bereich. Dennoch steht das Land in der Branche besonders im Fokus, denn nirgendwo lässt sich in Europa besser beobachten, wie Strukturbrüche im Versorgungsbereich den Markt verändern. Mit durchschnittlich rund vier Zahnärzten je Praxis gehört die Einzelpraxis hier fast schon der Vergangenheit an. 24 % der Zahnärzte sind in Ketten organisiert.127 Neben der Konzentration bei den Zahnärzten lässt sich auch beim Handel eine Konzentration beobachten, denn das UK erreicht mit fast 600 Zahnärzten je Dentalhändler den absolut höchsten Wert. Folge des Strukturwandels: Im Jahre 2017 hatten 68 % der britischen Zahnarztpraxen Probleme damit, freie Zahnarztstellen zu besetzen.128 Dies sowie die im europäischen Vergleich ohnehin schon unterdurchschnittliche Versorgung in vielen Regionen führen dazu, dass viele UK-Bürger nicht mehr in der Lage sind, einen NHS-Zahnarzt zu finden. Hinzu kommt eine große Unzufriedenheit in der Zahnärzteschaft. Auch von den vergleichsweise schon wenigen Zahnmedizinabsolventen planen 53 %, den NHS in den nächsten fünf Jahren zu verlassen.129