Eine fundierte Analyse im Auftrag des VDDI/GFDI der Marktstrukturen der europäischen Dentalbranche in ausgewählten Ländern, die die demografischen, technologischen und regulatorischen Herausforderungen zeigt, die es zu meistern gilt und die mit der Ableitung von Zukunftsszenarien einen weiten Blick nach vorne wirft.
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Eine fundierte Analyse im Auftrag des VDDI/GFDI der Marktstrukturen der europäischen Dentalbranche in ausgewählten Ländern, die die demografischen, technologischen und regulatorischen Herausforderungen zeigt, die es zu meistern gilt und die mit der Ableitung von Zukunftsszenarien einen weiten Blick nach vorne wirft.
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Österreich hat ein Marktvolumen im Bereich der Zahnarztpraxen von rund 1,9 Mrd. € und zahnärztliche Pro-Kopf-Ausgaben in Höhe von 213 € (siehe Abb. 14 - Strukturprofil Österreich). Im europäischen Vergleich sind die Ausgaben für die zahnärztliche Versorgung überdurchschnittlich hoch und auch die zahnärztliche Inanspruchnahme ist mit 71,6 % auf einem hohen Niveau. Hinzu kommen gute Prognosen hinsichtlich der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung, die bis 2030 ein Wachstum von ca. 10 % voraussagt. Es gibt Infrastrukturwerte, die im europäischen Vergleich gut sind hinsichtlich Digitalisierung, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfreude. Was der zahnärztlichen Versorgung insbesondere zu schaffen macht, ist die Topografie, die damit verbundene teilweise dünne Besiedelung und die daraus resultierende stark unterschiedliche Versorgungssituation. Zahnarztmetropole ist Wien, wo fast ein Drittel der rund 5.000 österreichischen Zahnärzte praktizieren. Die Versorgungsdichte ist damit in Wien mit 0,77 Zahnärzten je 1.000 Einwohner fast doppelt so hoch wie im Burgenland, wo dieser Wert bei 0,4 liegt. Auch Niederösterreich mit 0,45 und Oberösterreich mit 0,46 sind heute schon deutlich schlechter versorgt als der Durchschnitt in Europa (0,74). Hinzu kommt eine gegenwärtig sehr niedrige Zahnmedizinabsolventenrate, die mit einem Wert von 1,53 je 100.000 Einwohner deutlich unter dem europäischen Schnitt (2,74) liegt. Von den 8,8 Mio. Menschen in Österreich leben derzeit ca. 60 % in Städten. Bis 2050 soll dieser Prozentsatz auf rund 70 % ansteigen. Die Urbanisierung soll laut Prognosen in Österreich niedriger sein als im westeuropäischen Durchschnitt, wo 2050 rund 85 % der Einwohner in Städten leben werden.75