Der ATLAS DENTAL Europa bietet geballte Fakten zu den Strukturen von 11 bedeutenden Dentalländern in Europa, plakative Erläuterungen und signifikante Marktdaten in 77 Karten und Abbildungen verarbeitet. Ein Alleinstellungsmerkmal von Atlas Dental Europa sind die “Länder-Strukturprofile”, die es Ihnen ermöglichen, auf einen Blick sowohl die zentralen Marktkennzahlen auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite zu erfassen.
Fordern Sie (im Preis inbegriffen) auch die 250 Seiten starke Printversion an oder informieren Sie sich per E-Mail an nadine.brohammer@rebmann-research.de über eine Unternehmenslizenz für weitere Nutzer.
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Mit rund 9,2 Mrd. € liegen die auf Zahnarztpraxen entfallenden Gesundheitsausgaben tatsächlich deutlich höher als im Strukturprofil (Abb. 37) angegeben. Der Grund dafür ist, dass in den von Eurostat bzw. dem spanischen Statistikamt INE veröffentlichten Daten die Laborkosten nicht berücksichtigt sind (gilt nur für Spanien). Auch die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für zahnärztliche Leistungen liegen bei Berücksichtigung der Laborkosten deutlich höher – für 2023 bei rund 190 €.222
In Spanien müssen Patienten zahnärztliche Leistungen fast komplett selbst zahlen, entsprechend ist der Privatanteil mit 98,3 % der höchste im Atlas Dental Ländervergleich. In Spanien findet die Zahnversorgung ganz überwiegend außerhalb des nationalen Gesundheitssystems statt, zum Teil über private Zahn-Zusatzversicherungen, die jedoch Zahnersatz oft nicht abdecken. Die spanischen Versicherungsgesellschaften bieten ihren Versicherten zum Teil die Behandlung im eigenen Zahnklinik-Netzwerk an. Allein die beiden größten Versicherer Segurcaixa Adeslas bzw. Sanitas betreiben nach eigenen Angaben landesweit in Summe über 385 Zahnkliniken. Der Anteil von in Ketten organisierten Zahnarztpraxen bzw. Zahnkliniken ist in Spanien deutlich höher als in Deutschland. Die meisten Zahnärzte praktizieren nur oder zusätzlich in privaten Praxen. Die in öffentlichen Gesundheitszentren beschäftigten Zahnärzte werden lediglich zur Notfallversorgung und Prävention konsultiert. Mehr als die Hälfte der Zahnärzte in Spanien praktizieren in den Regionen Madrid, Katalonien und Andalusien. Der Großteil der Zahnärzte arbeitet dabei in den großen Ballungsregionen. In ländlicheren Gegenden ist die Versorgungsdichte deutlich geringer. Dies dürfte neben der hohen Arbeitslosenquote – im August 2023 betrug diese 11,5 % und war damit die höchste im Vergleich der europäischen Länder; EU-Schnitt: 5,9 %223 – mit ein Grund dafür sein, weshalb die Zahngesundheit eine der schlechtesten in Europa ist, obwohl die Zahnarztdichte eine der höchsten im europäischen Vergleich ist. Die Inanspruchnahme zahnärztlicher Leistungen ist mit 49,2 % weit unterhalb des Medianwerts der verglichenen Länder (67 %) und somit entwicklungsfähig.