Rheinland-Pfalz: Telemedizin-Assistenten entlasten Hausärzte

Rheinland-Pfalz: Telemedizin-Assistenten entlasten Hausärzte

In Rheinland-Pfalz wurde am 6.6.2019 der Grundstein für ein telemedizinisches Pilotprojekt gelegt. In vier Modellregionen in der Vulkaneifel, in Rheinhessen, im Westerwald und im Pfälzerwald sollen künftig – ähnlich wie beim Modell NäPA – speziell geschulte Assistenzkräfte Hausbesuche und die entsprechenden Routineuntersuchungen übernehmen. Zur Erfassung der wichtigsten Vitaldaten der Patienten sind die sog. Telemedizin-Assistentinnen (TMA) mit telemedizinischen Geräten ausgestattet. Diese erlauben eine digitale Erfassung der benötigten Vitalparameter und eine direkte Übermittlung der Daten und Fotos an die Praxis. Bei Bedarf ist eine Zuschaltung des Hausarztes per Videokonferenz möglich. Um die Mobilität der TMA zu fördern, sieht das Projekt ferner Unterstützung beim Leasen eines E-Autos vor. Neben den Schulungen der Telemedizinassistentinnen bietet die Akademie für ärztliche Fortbildung allen Praxen ein generelles Fortbildungsangebot zum Thema „Digitalisierung des Praxisalltags“ an.

Projektpartner sind der Hausärzteverband Rheinland-Pfalz, die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz, die Landesärztekammer, die regional vertretenen Krankenkassen sowie die Arbeitsgemeinschaft der Patientenorganisationen, die eine gemeinsame Projektgruppe gegründet haben. In Daun, Alzey, Betzdorf/Kirchen/Wissen sowie Bad Bergzabern/Dahn sollen nun nach der Sommerpause Informationsveranstaltungen vor Ort stattfinden. Ziel ist es, pro Region jeweils fünf bis zehn Pilotpraxen zu gewinnen.

Quelle: MSAGD Rheinland-Pfalz – Ministerin Bätzing-Lichtenthäler gibt Pilotregionen für Projekt „Telemedizin-Assistent“ bekannt

 

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