Steuer- und rechtsberatende Berufe trotzen der Corona-Krise

Steuer- und rechtsberatende Berufe trotzen der Corona-Krise

Die Ergebnisse der Konjunkturstatistik für das erste Quartal, herausgegeben vom Statistischen Bundesamt (Destatis), verdeutlichen, dass der Dienstleistungssektor im ersten Quartal unterschiedlich stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen ist bzw. war (Lock-down im März). Während die stärksten Einbrüche erwartungsgemäß in der Reisebürobranche (-23% im Vergleich zum Vorquartal) sowie in der Luftfahrt (-13%) – in beiden Bereichen ist mit noch massiveren Einbrüchen im zweiten Quartal zu rechnen – zu verzeichnen sind, stiegen die Umsätze überproportional stark an bei den Architekten und Ingenieurbüros (3,5%). Aber auch die rechts- und steuerberatenden Berufe konnten erneut wachsen, um 2,6% im Vergleich zum Vorquartal – bei den Wirtschafts- und Steuerberatern waren es sogar 5,7%. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass in dieser Berufsgruppe die Arbeitslast und damit der Umsatz aufgrund des Jahresabschlussgeschäfts im ersten Quartal immer überproportional hoch ist. Ein Vergleich mit dem Vorquartal ist damit beschränkt aussagekräftig. Aber auch ein Vergleich mit dem Vorjahresquartal verdeutlicht, dass die beratenden Berufe krisensicher(er) sind als andere Sektoren der Wirtschaft:

  • Umsatz: 1,1% in den rechtsberatenden Berufen bzw. 1,9% in den steuerberatenden Berufen
  • Beschäftigung: 1,4% in den rechtsberatenden Berufen bzw. 2,2% in den steuerberatenden Berufen

Durchschnittlich sank im übergeordneten Dienstleistungsbereich der Umsatz um 0,6% im Vergleich zum Vorjahresquartal (bzw. um -2,4% im Vergleich zum Vorquartal).

 

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