Vier Primärversorgungszentren in Baden-Württemberg gefördert

Vier Primärversorgungszentren in Baden-Württemberg gefördert

Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg fördert ab November in einem Modellprojekt vier Primärversorgungszentren mit jeweils 150.000 Euro. Das Vorhaben soll zur Entlastung der Krankenhäuser und vor allem auf dem Land zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung beitragen.

Die Arbeit in Primärversorgungszentren zeichnet sich aus durch die Vernetzung zwischen den Sektoren sowie die Zusammenarbeit unterschiedlichster Gesundheitsberufe. Primärversorgungszentren sind ähnlich der Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Angelegenheiten. Die Etablierung der Primärversorgungsstrukturen erhöht die Attraktivität bei jungen Medizinern für eine Tätigkeit im ambulanten Bereich, indem die von ihnen bevorzugten Rahmenbedingungen z.B. Arbeit in einer Angestelltentätigkeit bei Bedarf in Teilzeit oder die Möglichkeit zur Zusammenarbeit im Team geschaffen werden.

Ziel des Ministeriums für Soziales und Integration ist die Erprobung und Evaluierung von Primärversorgungseinrichtungen. Die zentrale Frage ist: Welche Voraussetzungen und Gegebenheiten bedarf es für die Organisation einer erfolgreichen Primärversorgung?

Die Modellregionen befinden sich:

  1. Im Landkreis Calw: Primärversorgungszentrum für die hausärztliche Versorgung. Das Team wird aus Pflegekräften, medizinischen Fachangestellten und Versorgungsassistenten bestehen. Schwerpunkt wird die kontinuierliche Versorgung und Präventionsbegleitung chronisch und mehrfach erkrankter Menschen sein. Ziel: Einführung einheitlicher Versorgungspfade für weitverbreitete Erkrankungen
  2. Stadt Filderstadt: In Zusammenarbeit mit der Filderklinik, Entwicklung von konkreten Struktur- und Beratungskonzepten für die Einrichtung eines kommunalen, sektorübergreifenden Entlass- und Nachsorgenetzwerks
  3. Im Landkreis Konstanz: Delegation von Aufgaben in der haus- und fachärztlichen Versorgung an Pflegekräfte und -dienste, u.a. unter Einsatz digitaler Kommunikation
  4. In der Gemeinde Nußloch: Hier wird getestet, wie die ärztliche und nicht ärztliche Zusammenarbeit in den Bereichen Prävention, Frühintervention und Primärversorgung optimiert werden kann. Zielgruppen: Vorschulalter, Erwerbstätige, ältere Bürger; Etablierung eines Casemanagements

Quelle: Ministerium für Soziales und Integration – Land fördert vier zukunftsweisende Modellprojekte

 

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