Wo sind die größten Radiologiepraxen in Deutschland?

Wo sind die größten Radiologiepraxen in Deutschland?
Eine aktuelle Auswertung des ATLAS MEDICUS® Marktmanagers analysiert die Marktsituation zu den radiologischen Großpraxen in Deutschland. Ausgehend von den gegenwärtig insgesamt 1.590 (Stand 10/2021) Radiologiepraxen gibt es bundesweit 137 Standorte mit mindestens zehn behandelnden Ärzten. Tab.: Verteilung radiologischer Großpraxen nach KV-Regionen Quelle: www.atlas-medicus.de, Stand 4/2022 Die mit Abstand größte Anzahl dieser Praxen befindet sich in Bayern. Dort gibt es 37 Standorte, gefolgt von Hessen (20) und Nordrhein (17). Am unteren Ende der Skala stehen das Saarland und Thüringen mit jeweils einem Standort. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind keine radiologischen Praxen dieser Größenklasse zu finden.

Anzahl der Praxen gibt keinen Aufschluss über die Versorgungssituation

Die absolute Anzahl der Großpraxen hat jedoch wenig Aussagekraft in Bezug auf die tatsächliche Versorgungssituation. Hierzu ist es erforderlich, die Gesamtzahl der Radiologen ins Verhältnis zu den Einwohnern zu setzen, sodass klar wird, wie viele Patienten ein Radiologe in der entsprechenden Region zu versorgen hat. Die Einwohner-Behandler-Dichte ist mit 10.773 Einwohnern je Behandelnder in Bremen am geringsten, gefolgt von den weiteren Stadtstaaten Hamburg (11.599) und Berlin (13.229). Aus Sicht der Radiologen ist hier der Wettbewerb am stärksten ausgeprägt (auf die größere Anzahl von Behandelnden fallen weniger potenzielle Patienten). Am höchsten ist die Dichte mit 23.689 Einwohner je Behandler in Baden-Württemberg; aber auch in Schleswig-Holstein (22.956) und Mecklenburg-Vorpommern (22.921) hat ein Radiologe im Durchschnitt deutlich mehr Patienten zu versorgen. An diesen Standorten herrschen also gute Rahmenbedingungen, um sich als Radiologe niederzulassen. Abb.: Gesamtzahl der Radiologen im Verhältnis zu den Einwohnern

Kommentar:

In der Fachgruppe der Radiologen sind große Praxisstrukturen vergleichsweise häufig. Mit zunehmender Größe der Praxis ist davon auszugehen, dass auch die Gerätedichte steigt. Knapp die Hälfte aller bundesweiten Standorte (47,6%), an denen mehrere Radiologen tätig sind, beschäftigen mindestens vier Fachärzte. Zurückzuführen ist dies auf die Kapitalintensität radiologischer Praxen, für die hohe Investitionen in die Geräteausstattung erforderlich sind. Die größeren Strukturen ermöglichen eine umfangreichere Geräteausstattung und eine wesentlich schnellere Amortisation dank erhöhter Geräteauslastung. Ferner wird das wirtschaftliche Risiko bei mehreren behandelnden Ärzten geteilt. Aus Sicht der Hersteller radiologischer Großgeräte ist die Zielgruppe der Mehrbehandlerpraxen aufgrund des potenziell erhöhten Gerätebedarfs besonders interessant. Dank hoher Fallzahlen rücken zudem auch besonders hochpreisige Geräte in den Fokus. REBMANN RESEARCH unterstützt medizintechnische Unternehmen zu diesem Zweck mit einem speziellen Analyse- und Vertriebstool, das es nicht nur ermöglicht, die Standorte der Radiologen nach Anzahl der behandelnden Ärzte je Praxis in ganz Deutschland zu filtern, sondern neben vielen weiteren Kriterien auch nach Art des Praxisstandorts (Praxis, MVZ, ÜBAG). Die Analyse der gewünschten Daten ist dabei auch auf Ebene der Bundesländer/Kassenärztlichen Vereinigungen, Landkreise oder Postleitzahlen möglich. Maßgeschneidert für die ausgewählte Vertriebsregion liefert das System in einem weiteren Schritt die Adressen der gewünschten Zielgruppe einschließlich vieler weiterer detaillierter Informationen wie u.a. die in der Praxis tätigen Ärzte einschließlich Name, Facharztbezeichnung und Status der Beschäftigung. Quelle: ATLAS MEDICUS®
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