Zahnärztliche Früherkennung ab 1.1.2026 im „Gelben Heft“

Zahnärztliche Früherkennung ab 1.1.2026 im „Gelben Heft“

Ziel: Höhere Inanspruchnahme von zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen

Ab Januar 2026 werden nicht nur die ärztlichen Früherkennungsuntersuchungen für Kinder (U1 bis U9) im sogenannten „Gelben Heft“ dokumentiert, sondern auch die sechs zahnärztlichen Untersuchungen (Z1 bis Z6). Dies hat der G-BA am 15.5.2025 auf Antrag der KZBV beschlossen.

Die zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen sind Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen für Kinder im Alter von sechs Monaten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr. Sie dienen vor allem der Kariesprophylaxe und beinhalten neben der klinischen Untersuchung auch Beratungen zu Mundhygiene, Ernährung und Fluoridanwendungen. Durch die zentrale Dokumentation sämtlicher Vorsorgeuntersuchungen im Gelben Heft soll die Inanspruchnahme der zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen und damit die Versorgung der Kinder verbessert sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Vertragsärzten und -zahnärzten optimiert werden.

 

Kommentar:

Ein wichtiger Schritt für die frühkindliche Zahngesundheit

Die Integration der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen ins Gelbe Heft ist ein konsequenter und längst überfälliger Schritt, um die Mundgesundheit von Kindern noch stärker in den Fokus der präventiven Versorgung zu rücken. Wenn ärztliche und zahnärztliche Vorsorge künftig gemeinsam dokumentiert werden, erleichtert das nicht nur Eltern die Übersicht über alle wichtigen Untersuchungstermine – es erhöht auch die Sichtbarkeit und Selbstverständlichkeit regelmäßiger Zahnarztbesuche im frühen Kindesalter. Gerade weil frühkindliche Karies trotz signifikanter Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten (siehe unsere News vom 19.3.2025 zu den Ergebnissen der jüngsten Deutschen Mundgesundheitsstudie DMS 6) weiterhin zu den häufigsten chronischen Erkrankungen zählt, schafft die zentrale Dokumentation einen wichtigen Impuls: Prävention beginnt nicht erst mit dem ersten bleibenden Zahn, sondern schon im Babyalter. Das Gelbe Heft als etabliertes Instrument der Gesundheitsvorsorge nutzt diese Chance optimal und stärkt zugleich die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne einer ganzheitlichen Kindergesundheit.

Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung – Zahnärztliche Früherkennung ab 2026 im „Gelben Heft“ 

Verena Heinzmann
Autor Verena Heinzmann
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