Gemeindeschwesterplus Rheinland-Pfalz

Gemeindeschwesterplus Rheinland-Pfalz
Seit dem 1.7.2015 wird in Rheinland-Pfalz im Rahmen eines Modellprojektes die Tätigkeit einer Gemeindeschwester, die sich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts zu Hause um behinderte, sehr alte und chronisch kranke Menschen kümmerte, unter dem Namen Gemeindeschwesterplus wieder belebt. Vorausgegangen war dem Projekt ein Beschluss des Arbeits- und Sozialministeriums, der darauf abzielt, das „Kümmern“ bereits im Vorfeld der Pflege wieder stärker in den Fokus zu rücken. Vergleichbar mit dem ambulanten Pflegedienst besucht die Gemeindeschwesterplus die Senioren zu Hause. Ihre Aufgabe besteht jedoch darin, Hochbetagte zu Angeboten, sozialen Kontakten und präventiven Vorkehrungen vor Ort zu beraten und zu unterstützen. Alle Leistungen, die durch die Pflegekassen finanziert werden, fallen nicht in ihren Tätigkeitsbereich. Auf diese Weise kann die Gemeindeschwesterplus den Fachkräftemangel im Pflegebereich nicht mildern. Das Engagement kann jedoch eine längere Selbstständigkeit der hochbetagten Senioren ermöglichen und die Pflegebedürftigkeit möglichst lange vermeiden. Ziel ist es außerdem, regionale Netzwerke wie Hausärzte, Apotheken und Pflegedienste sowie soziale Unterstützungssysteme (Kirchen- und Ortsgemeinden oder Nachbarschaftshilfen) zu stärken. Eine weitere Aufgabe der Gemeinschwester ist darüber hinaus, der Kommune Hinweise zu Bedarfen an sozialen Treffpunkten und weiteren Unterstützungsangeboten zu geben, um ggf. noch fehlende Angebote zu initiieren. Quelle: Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz   Unser Kommentar/Praxistipp ist nur für ATLAS MEDICUS® Kunden ersichtlich.
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