Leicht steigende Zahl an Steuerberatern

Leicht steigende Zahl an Steuerberatern

Die Bundessteuerberaterkammer hat ihre jährliche Statistik für 2020 (Stand: 31.12.2019) veröffentlicht und demnach hat sich die Zahl der Steuerberater hierzulande im vergangenen Jahr um 1,3% auf nunmehr 86.600 Standesvertreter erhöht. Das Plus in Höhe von 1.130 zusätzlichen Standesvertretern liegt dabei über dem Zuwachs der Vorjahre (600 – 800). Die mitgliedsstärksten Kammern bleiben auch weiterhin München und Düsseldorf. Hinsichtlich der Versorgungsdichte je Einwohner ist das Einzugsgebiet im Osten doppelt so hoch wie in den westlichen Bundesländern. Die Konkurrenz ist dabei am höchsten in Hamburg mit weniger als 500 Einwohner je Steuerberater (siehe Tabelle / Abbildung).

Einen Anstieg gab es mit 2,6% auf 10.500 auch bei den Steuerberatungsgesellschaften zu verzeichnen.

Die Zahl der angestellten Steuerberater hat sich wie bereits in den Jahren zuvor leicht erhöht auf 31% – damit ist jedoch das Gros der Standesvertreter (mehr als zwei Drittel) immer noch selbstständig. Zudem stieg die Zahl der Syndikus-Steuerberater wieder überproportional an (plus 6,1%), was sich auch in den Zahlen zur Anstellung entsprechend bemerkbar macht.

Die Feminisierung in der Berufsgruppe steigt stetig voran – nunmehr sind 37% der Steuerberater weiblich. Sie tragen auch zu einer Verjüngung des Berufsstandes bei: Ihr Durchschnittsalter liegt bei 49,5 Jahren, während das der männlichen Steuerberater bei 54,9 Jahren liegt.

SteuerberatungsgesellschaftenSteuerberater 2019∆ Vorjahr (Steuerberater)Einwohner je Steuerberater
Berlin

670

3.529

+ 0,63%

1.033

Brandenburg

181

1.043

+ 3,88%

2.408

Bremen

107

769

+ 0,79%

888

Düsseldorf

799

8.633

+ 0,91%

603

Hamburg

473

3.902

+ 0,96%

472

Hessen

792

7.788

+ 1,76%

805

Köln

575

6.064

+ 0,63%

737

Mecklenburg-Vorpommern

124

735

+ 0,55%

2.190

München

1.358

11.014

+ 1,78%

709

Niedersachsen

802

6.852

+ 1,14%

1.165

Nordbaden

364

3.112

+ 1,47%

901

Nürnberg

589

4.741

+ 1,83%

1.110

Rheinland-Pfalz

439

3.325

+ 1,40%

1.229

Saarland

119

902

+ 0,67%

1.098

Sachsen

409

2.339

+ 1,96%

1.743

Sachsen-Anhalt

159

840

+ 0,12%

2.629

Schleswig-Holstein

341

2.422

+ 2,15%

1.196

Stuttgart

829

7.604

+ 1,31%

789

Südbaden

299

2.327

+ 1,57%

973

Thüringen

164

1.035

+ 1,67%

2.071

Westfalen-Lippe (Münster)

853

7.649

+ 0,94%

1.080

Ost (ohne Berlin)

1.037

5.992

+ 1,80%

2.095

West (ohne Berlin)

8.739

77.104

+ 1,32%

867

Gesamt

10.446

86.625

+ 1,32%

940

Siehe auch News vom 25.9.2019

 

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